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ACI
Airport Council International

ADV e.V.
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen
Sitz: Berlin
Als Bundesverband der deutschen Flughäfen vertritt die ADV die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder und setzt sich für ein leistungsstarkes deutsches Flughafensystem ein. Sie fordert Rahmen- bedingungen, die den bedarfsgerechten Ausbau der Luftverkehrsinfrastruktur ermöglichen und die optimale Nutzung der vorhandenen Anlagen und Kapazitäten gewährleisten. Sie unterstützt Maßnahmen zur Integration der Verkehrsträger und fördert die Umweltverträglichkeit des Luftverkehrs.

AEA
Association of European Airlines
Gegründet: 1973 Sitz: Brüssel / Belgien Organisation europäischer Linien-Luftverkehrsgesellschaften. Sie erarbeitet in vier Arbeitsgruppen statistische Daten und Analysen zum europäischen Luftverkehr und hält Kontakt mit der ECAC, der IATA und der EG.

Airline - Alliances
Kooperative Zusammenschlüsse von Fluggesellschaften.


ALPA
Air Line Pilots Association


APIS
Advanced Passenger Information System

Apron
Vorfeld eines Flughafens, Fläche zum Bewegen und Abstellen von Luftfahrzeugen.

APU
Auxiliary Power Unit

 

BAA
British Airport Authority

BADV
Verordnung über Bodenabfertigungsdienste auf Flugplätzen.

BAF
Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung

BDF e.V.
Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften e.V.

BDL e.V.
Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V.

 

CFMU
Central Flow Management Unit

Chapter III
Kapitel-3-Flugzeuge
Die Lärmgrenzwerte für Flugzeuge wurden 1971 im Anhang 16 zum Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt von der ICAO eingeführt und seitdem mehrfach verschärft. Ermittelt wird der Lärmpegel an drei Messpunkten: für den Start 6.500 Meter von Beginn der Startbahn (Startrollpunkt) und 450 Meter seitlich der Startbahn sowie für die Landung 2.000 Meter vor der Landebahnschwelle, was einer Überflughöhe von ca. 120 Metern entspricht. Die Grenzwerte sind abhängig vom höchstzulässigen Abfluggewicht und der Zahl der Triebwerke eines Flugzeugs. Große Flugzeuge dürfen lauter sein als kleine und Flugzeuge mit vier Triebwerken lauter als solche mit zweien.

CRS
Computer Reservations System

CUTE
Common User Terminal Equipment

 

DLR
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Das DLR dient wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zwecken. Es beschäftigt über 5.100 Mitarbeiter an acht Standorten (Berlin, Bonn, Braunschweig, Göttingen, Köln-Porz, Lampoldshausen, Oberpfaffenhofen und Stuttgart) und unterhält 30 Institute bzw. Test- und Betriebseinrichtungen. Erklärtes Ziel ist, mit den Mitteln der Luft- und Raumfahrt zur Sicherung und Gestaltung der Zukunft beizutragen. Hierbei sucht das DLR auch die Kooperation und Arbeitsteilung mit europäischen Partnern.

DOT
US Department of Transportation

DRV e.V.
Deutscher Reise Verband

 

Emissionen
Alle von Anlagen, Kraftfahrzeugen, Produkten, Stoffen oder sonstigen Quellen (z.B. Flugzeugen) ausgehenden (feste, gasförmige, flüssige oder geruchsverbreitende) Stoffe, Wellen- oder Teilchenstrahlungen, die auf die nähere Umwelt belastend einwirken (z.B. Luftemissionen oder Schallemissionen).

Entgeltordnung
Berechnungsgrundlage für die Start- und Landeentgelte für Flugzeuge.
Seit Anfang 2001 ist der tatsächlich verursachte Lärm ein entscheidender Berechnungsfaktor an mehreren deutschen Flughäfen. Nachtflüge zwischen 22.00 - 06.00 Uhr werden mit besonders hohen zusätzlichen Entgelten belegt, die je nach tatsächlich erzeugtem Flugzeuglärm erhobenen werden.

 

Flughafengebühren
Behördlich genehmigungspflichtige Entgelte (Lande- und Startentgelte, Passagierentgelte, Abstellentgelte).

Flughafenkoordinator
Der Flughafenkoordinator ist verantwortlich für die Koordinierung und verbindliche Slotzuteilung von Start-/ Landezeiten sämtlicher Flüge nach Instrumentenflugregeln ("IFR-Flights") an zur Zeit 17 deutschen Verkehrsflughäfen. Ziel dabei ist, die vorhandenen Plankapazitäten optimal zu nutzen. Neben Flügen des Linien- und Charterverkehrs umfaßt die Verpflichtung zur Koordinierung durch den Flughafenkoordinator Flüge der Sonstigen Luftfahrt (Geschäftsreiseflugverkehr, Privatflüge, z.T. Flüge der militärischen Luftfahrt etc.). 2003 wurden jährlich 2,1 Millionen Start- und Landungen an deutschen Verkehrsflughäfen durch das Team des Flughafenkoordinators koordiniert.

Ferner obliegt dem Flughafenkoordinator die Überprüfung des koordinierten Verkehrs ("Slot Monitoring"). Insbesondere wird überprüft, ob

•  durchgeführte, koordinierungspflichtige Flugbewegungen ordnungsgemäß koordiniert
   wurden
•  koordinierte Flugzeiten ordnungsgemäß genutzt werden
•  die Flugplanveröffentlichungen der betroffenen LVGn den koordinierten Flugzeiten
   entsprechen, die Pünktlichkeit des durchgeführten Verkehrs sich im Rahmen bewegt.

 

Fuel Dump
Notfallbedingtes Ablassen von Treibstoff im Flug, um bei Langstreckenflugzeugen (Boeing 747, Boeing 767, A340, MD 11 etc.) vor einer außerplanmäßigen Landung (z.B. wegen technischer oder sonstiger schwerwiegender Probleme) das Gewicht des Flugzeugs auf das höchstzulässige Landegewicht herabzusetzen. Dem betroffenen Flugzeug wird dazu ein besonderer Luftraum zugewiesen, möglichst über unbebautem oder dünn besiedeltem Gebiet. Das Ablassen von Treibstoff findet meist in Höhen von vier bis acht Kilometern statt. Vorgeschrieben ist eine Mindesthöhe von 1.500 Metern und eine Geschwindigkeit von 500 km/h. Das Kerosin wird einem feinen Nebel verteilt.

 

Hub
Drehscheibe:
Gezieltes Zusammenführen von Flügen an einem Flughafen. Eine Drehscheibe bietet zeitlich abgestimmte, günstige Umsteigemöglichkeiten für Passagiere und Umlademöglichkeiten für die Fracht.

 

IATA
International Air Transport Association
Internationaler Dachverband der
Luftverkehrsgesellschaften mit Sitz in Genf und Montreal. Gegründet wurde IATA 1945 in Havanna. Hauptziele sind:

•  Representieren und "Führen" der Airline Industrie
•  Zusammenarbeit aller an internationalen Lufttransportdiensten beteiligten
   Unternehmen
•  Zusammenarbeit mit der ICAO und anderen internationalen Organisationen.

ICAO
International Civil Aviation Organisation (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation)
Die ICAO ist eine Unterorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Montreal. Sie wurde am 07.12.1944 in Chicago gegründet. Wesentliche ICAO-Aufgaben sind:

•  eine sichere und geordnete Entwicklung der zivilen Luftfahrt in der Welt zu gewährleisten
•  regelmäßigen, effizienten und wirtschaftlichen Luftverkehr in der Welt sicherzustellen
•  die Entwicklung von Luftstraßen, Flughäfen, Flugnavigationseinrichtungen und Flugzeugen
   sowie den Betrieb der internationalen Luftfahrt zu fördern
•  die Rechte der Unterzeichnerstaaten in vollem Umfange zu respektieren und
   Diskriminierungen zu vermeiden.

Der ICAO-Rat bearbeitet Anweisungen, Standards und Empfehlungen zur internationalen Anwendung der Luftfahrt. Sie sind in 18 Anhängen (Annexes) zur ICAO-Konvention veröffentlicht. Die ICAO hat mit dem Anhang 16 Strahlflugzeuge in Lärmklassen eingeteilt. Zur Zeit sind 188 Länder Mitglied dieser Organisation. Mitglieder können nur Staaten, keine Airlines sein. Die Staaten müssen den Vereinten Nationen angehören. Die BRD ist seit 1956 Mitglied.

IFALPA
International Federation of Airline Pilots Association

ILS
Instrument Landing System
Anflugführungssystem für Instrumentenanflüge auf der Basis von Gleitweg- und Anfluggrundlinieninformation. Ermöglicht die Durchführung von Blindlandungen nach dem Leitstrahl-Landesystem. ILS ist identisch mit Instrument Take off und bedeutet Blindstart nach Instrumenten. Beides ist nur ausführbar an Flughäfen, die mit ILS-Bodeneinrichtungen versehen sind.

Immissionen
Einwirkungen von Geräuschen (Lärm- oder Geräuschimmssionen), Luftverunreinigungen (Luftimmissionen), Erschütterungen (Erschütterungsimmissionen) und Wärme (Wärmeimissionen) auf die Umwelt.

Infrastrukturentgelte
Nicht behördlich genehmigungspflichtige Entgelte für die Bereitstellung der zentralen Bodenverkehrsdienst-Infrastruktur.

 

JAR
Joint Aviation Requirements

 

Koordinationseckwert
Der Koordinationseckwert gibt die maximale Anzahl der in einem Zeitabschnitt planbaren Starts und Landungen an.

 

LuftVG
Luftverkehrsgesetz

LuftVZO
Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung

 

MCT
Minimum Connection Time:
kleinste Zeitspanne, bei der der Buchungscomputer einen Anschlussflug als erreichbar ausgibt; z. B. MCT 45 Min, Ankunft 12.00 Uhr, Abflug 12.40 Uhr ‡ Verbindung nicht möglich.
Ankunft 12.00 Uhr, Abflug 12.45 Uhr ‡ Verbindung möglich.

MTOW
Maximum Take-off Weight = Höchststartgewicht für Luftfahrzeuge.
Maßgebliche Bestimmungsgröße für die Höhe von Start- und Landeentgelten.

 

Open Sky
Deregulierung des internationalen Luftverkehrs, Abschluss liberaler bilateraler Luftverkehrsabkommen, die bestehende Tarif- und Streckenrestriktionen weitgehend aufheben.

 

PRM
Persons with Reduced Mobility

 

Slot
Definierter Zeitpunkt, zu dem eine Fluggesellschaft die Start- bzw. Landebahn eines Flughafens nutzen darf. Slots sind ein wichtiges Instrument, um die knappe Kapazität der Flughäfen unter den Fluggesellschaften zu verteilen (siehe Flughafen-Koordinator).

Slot Pool
Alle neu geschaffenen, ungenutzten, aufgegebenen oder anderweitig verfügbaren Slots kommen in einen Pool, aus dem 50 % dieser Slots an Neubewerber vergeben werden. Als Neubewerber gelten Fluggesellschaften, die auf dem betreffenden Flughafen am Tag des beantragten Slots über weniger als vier Zeitnischen bzw. weniger als 3 % der Zeitnischen dieses Tages verfügen. Slots können zwischen den Fluggesellschaften oder als Folge einer teilweisen oder völligen Übernahme frei und ohne Entgelt ausgetauscht werden, auch die Übertragung auf andere Strecken oder Verkehrsarten ist möglich. Der Slottausch muss vom Flughafenkoordinator bestätigt werden.

Spoke
Flugrouten ("Speichen"), die zu einem Hub-Airport gehören.

STD
Scheduled Time of Departure

 

Trucking
Substitutiver Luftfrachtersatzverkehr (auch Road-Feeder-Services) ist dann Teil des Luftfrachttransports, wenn er mit Luftfrachtbrief erfolgt und in den Tarif integriert ist. Dabei werden Güter zwischen zwei Flughäfen auf der Straße befördert. Dieser Ersatz für den Frachttransport per Flugzeug wurde notwendig, weil auf vielen Strecken einerseits die Beiladekapazität der im innereuropäischen Verkehr eingesetzten Flugzeuge nicht mehr ausreicht und andererseits der Einsatz von Nur-Frachtflugzeugen nicht rentabel ist.

 

Verkehrseinheit (VE)
Ein zur Berechnung des Verkehrsaufkommens standardisiertes Maß. Eine Verkehrseinheit entspricht einem Passagier oder 100 Kilogramm Luftfracht bzw. Luftpost.

VFR
Visual Flight Rules