Luftverkehrsteuer

Wettbewerbsnachteile endgültig beenden


Deutschland ist eines der wenigen Länder Europas, das neben anderen Abgaben zusätzlich eine direkte Luftverkehrsteuer erhebt. Sie belastet alle Flüge, die von deutschen Flughäfen starten und spült dem Staat jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Haushaltskasse. Die Steuer trifft neben den deutschen Luftverkehrsgesellschaften auch die internationalen Airlines sowie deren Fluggäste und ist eine Wachstumsbremse. Zudem bürdet der Staat den Fluglinien einen beträchtlichen Bürokratie- und Verwaltungsaufwand auf. Die mit der Ticketabgabe verbundenen Registrierungs-, Anzeige- und Prüfpflichten binden Personal und verursachen Zusatzkosten. Außerdem sind Airlines, die ihren Sitz außerhalb der EU haben, dazu verpflichtet, einen steuerlichen Beauftragten einzusetzen. Fazit: Die Luftverkehrsteuer schadet der gesamten Branche und dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Selbst das Bundesfinanzministerium konstatiert in Evaluierungsberichten, dass die Abgabe jährlich zu Verkehrsverlusten von zwei bis fünf Millionen Passagieren führt. Die nationale Ticketsteuer ist also ein inakzeptables Aufbauprogramm für grenznahe Airports in unseren Nachbarländern. Diese verzeichnen seit Einführung der Steuer teils Passagierzuwächse von bis zu 23 Prozent. BARIG appelliert deshalb an die Politik, die Luftverkehrsteuer und die damit verbundenen Wettbewerbsnachteile abzuschaffen.

English