Gebühren-Verhandlungen mit den Airports: BARIG fordert Transparenz und spürbare Entlastungen

•  Luftverkehr in Deutschland fällt im weltweiten Vergleich zurück 
•  Passagierwachstum durch Kostenentlastung stimulieren


Frankfurt am Main, 25. Februar 2015: Angesicht derzeit laufender sowie weiterer, in Kürze beginnender Verhandlungen zu den Entgelten an den deutschen Flughäfen warnt der Airline-Verband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) erneut vor weiteren Kostensteigerungen für die Fluggesellschaften. Flughafen-Nutzungsgebühren, die Luftverkehrssteuer, Emissionsentgelte und die immer stärker zu Buche schlagenden Luftsicherheitsgebühren verursachen hohe Kosten, und machen damit das Fliegen in der Bundesrepublik zunehmend teuer und hemmen das Wachstum des Luftfahrtstandortes Deutschland. Denn feststeht: Der Luftverkehr in Deutschland fällt im globalen Vergleich zurück. Während weltweit der Luftverkehr laut IATA in den vergangenen zehn Jahren jährlich um durchschnittlich 5,6 Prozent wuchs (2014 sogar um 5,9 Prozent), hinkte das Aufkommen in Deutschland deutlich hinterher. 

„Hier muss endlich ein Umdenken stattfinden“, so BARIG Generalsekretär Michael Hoppe. „Anstatt die Gebührenspirale noch mehr nach oben zu drehen, müssen die Airlines entlastet werden. Dies würde dem Standort Deutschland zugutekommen, so dass unterm Strich auch die Flughafenbetreiber davon profitieren.“ 

Flughäfen finanzieren sich wesentlich durch Starts-und Landungen der Luftverkehrsgesellschaften und durch die Konsumausgaben der Passagiere in den Terminals. Hohe Gebühren führen allerdings dazu, dass Airlines sehr genau darauf achten, ob und in welchem Umfang sich die angebotenen Strecken überhaupt noch rentieren. Günstigere Entgelte und damit bessere Produktionsbedingungen stimulieren dagegen den Luftverkehr. 

BARIG fordert daher von den Flughafenbetreibern, Prozesse zu überprüfen und Strukturen effizienter zu gestalten. Ohnehin mangelt es nach Auffassung des BARIG in diesem Bereich an Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Höhere Effizienz schafft Kostenvorteile. Diese müssen direkt an die Fluggesellschaften weitergegeben, um das gemeinsame Wachstum zu fördern. 

Michael Hoppe: „ Wir setzen auf ein faires Miteinander und können weitere Gebührenerhöhungen nicht nachvollziehen. Die Partner müssen gemeinsam Lösungen finden, um die Kostenlast deutlich nach unten zu drücken. Kostensteigerungen werden den Luftverkehrsstandort Deutschland im internationalen Vergleich weiter schwächen.“