Auslaufen der pauschalen Reisewarnung durch die Bundesregierung: Ein erster richtiger Schritt, doch Weitere müssen dringend realisiert werden

Auslaufen der pauschalen Reisewarnung durch die Bundesregierung: Ein erster richtiger Schritt, doch Weitere müssen dringend realisiert werden

Zahlen und Studien zum Coronavirus wie die des Robert Koch-Institutes (RKI) demonstrieren deutlich, wie extrem unterschiedlich sich das Infektionsgeschehen in einzelnen Ländern, sogar Regionen, entwickelt. Entsprechend unternimmt die Bundesregierung nun den ersten richtigen Schritt, indem sie die stark in der Kritik stehende pauschale Reisewarnung außerhalb Europas zum 1. Oktober 2020 auslaufen lässt. Doch diese Entscheidung allein bringt keine wirkungsvollen Resultate.

Innerhalb Europas wird eine differenzierte Beurteilung auf Grund des tatsächlichen Infektionsgeschehens umgesetzt, diese fehlt jedoch im Hinblick auf Drittstaaten. Somit besteht derzeit eine unverhältnismäßige pauschale Reisewarnung für über 80 Prozent der weltweiten Reiseziele. De facto kommt dies einer Lahmlegung des Interkontinentalverkehrs gleich. Vor diesem Hintergrund schlägt die Bundesregierung mit ihrer Entscheidung, die pauschale Reisewarnung für Drittstaaten durch individuelle Regelungen zu ersetzen, zaghaft den richtigen Kurs in Richtung Erholung der Wirtschaft und Regenerierung der Mobilität ein. Dieser Kurs muss nun jedoch konsequent weiter angesteuert werden, sonst werden die Bemühungen ohne jede Wirkung bleiben.

Die Unterscheidung des Infektionsgeschehens nach Ländern ist ein überfälliges, aber längst nicht ausreichendes Vorhaben und muss nun dringend nach Risikoregionen oder -gemeinden weiter ausdifferenziert werden. Betrachtet man beispielsweise die USA, welche pauschal als Risikogebiet ausgewiesen wird, liegt das Infektionsgeschehen in einigen wichtigen Bundesstaaten deutlich unterhalb der 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner (in den letzten sieben Tagen). Folglich sind individuelle Reisewarnungen für Drittstaaten richtig, in ihrer Differenzierung aber nicht tiefreichend genug. Darüber hinaus ist eine Verschärfung der pauschalen Quarantänepflicht, wie derzeit von der Bundesregierung geplant, schädlich für die Wirtschaft und Mobilität. Eine klar definierte und effizientere Teststrategie ist hingegen das Mittel der Wahl. Nur in dieser Verknüpfung kann ein nachhaltiger Effekt auf die deutsche und europäische Wirtschaft, den Geschäftsreiseverkehr und die betroffenen Arbeitsnehmer erzielt werden. Dies muss die Bundesregierung jetzt realisieren.

Download

News Corner

BARIG member & partner login

Bitte melden Sie sich an, um den vollständigen Zugriff auf die Website zu erhalten.

BARIG-News

Jorge Carretero von LATAM Cargo übernimmt Leitung des BARIG Air Cargo & Logistics Committee

• BARIG Committee im Bereich Luftfracht neu aufgestellt
• Europa-Vertreter der führenden Frachtfluggesellschaft Südamerikas stärkt Kompetenz des Airline-Verbands

Weiterlesen

BARIG-Appell an die Bundesregierung: Dem Beispiel anderer Staaten folgen und die Maskenpflicht in Flugzeugen jetzt abschaffen

• International einheitliche Regelungen dringend geboten

Weiterlesen

Europaweit einheitliches Vorgehen notwendig: BARIG unterstützt Forderungen zum Ende der Maskenpflicht in Flugzeugen

In dieser Woche haben das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) die klare...

Weiterlesen

BARIG-Fluggesellschaften freuen sich auf zahlreiche Fluggäste zum Osterreiseverkehr

• Sicherheitskontrollen sowie erhöhter Abfertigungsaufwand erfordern Zeit und Geduld am Flughafen
• Befolgen einfacher Regeln hilft Passagieren, ihre Flugreise entspannt...

Weiterlesen

BARIG Full Board I/2022: Interessante Einblicke zum Thema Nachhaltigkeit

Beim diesjährigen ersten BARIG Full Board kam die Airline-Community virtuell zusammen, um ein Update zu den aktuellen Entwicklungen in der Luftfahrtbranche zu erhalten. Besprochen wurden unter...

Weiterlesen

Erneute Verdi-Warnstreiks an deutschen Flughäfen aus BARIG-Sicht absolut nicht nachvollziehbar

In dem Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) kommt es heute erneut zu Warnstreiks, von denen bundesweit acht wichtige...

Weiterlesen

    Alle News

    BARIG News

    Bleiben Sie über die deutschen Luftfahrtnachrichten und das BARIG-Netzwerk auf dem Laufenden.

    BARIG News

    Bitte geben Sie Ihren Namen an.
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an.
    Invalid Input


    Bitte triff eine Auswahl.
    Bitte triff eine Auswahl.
    Bitte stimmen Sie der Verwendung Ihrer persönlichen Daten zu.
    Invalid Input