Fünf Cargo-Kernforderungen an Bundes- und Landespolitik: BARIG-Appell zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Vorfeld der air cargo Europe 2025

Fünf Cargo-Kernforderungen an Bundes- und Landespolitik: BARIG-Appell zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Vorfeld der air cargo Europe 2025

• BARIG hat aktiv am neuen Positionspapier „Starke Luftfracht für eine starke deutsche Wirtschaft“ mitgewirkt
• Vorgestellte Maßnahmen zielen auf Kostensenkung, Entbürokratisierung sowie einheitliche Umsetzung von EU-Standards
• BARIG Cargo Meet & Mingle Brunch am 3. Juni zu diesen Themen

Frankfurt am Main, 28. Mai 2025. Die Luftverkehrsbranche in Deutschland ist sich einig: Die Luftfracht leidet darunter, dass sich die Rahmenbedingungen weiter verschlechtert haben. Daher sind die neue Bundesregierung und die Länder aufgerufen, zügig Maßnahmen zu ergreifen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Luftfrachtstandortes Deutschland zu sichern. Der internationale Airline-Verband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) hat deshalb an dem jüngst vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) vorgestellten Positionspapier „Starke Luftfracht für eine starke deutsche Wirtschaft“ aktiv mitgearbeitet und unterstützt die darin enthaltenen fünf Kernforderungen. Als Beiratsmitglied der transport logistic der Messe München, in deren Rahmen die air cargo Europe ab 2. Juni 2025 stattfindet, wird BARIG diese Standortthemen dort in den Fokus stellen.

„Die von uns vorgestellten Maßnahmen führen zu einer umfassenden Kostensenkung am Luftfrachtstandort Deutschland. Eine weitreichende Entbürokratisierung der Prozesse ist essenziell, damit Deutschland wieder eine nachhaltige Spitzenposition im Fracht- und Logistikgeschäft belegen kann“, unterstreicht Michael Hoppe, BARIG Chairman und Executive Director. Zu den BARIG-Mitgliedern zählen neben den deutschen auch über 30 renommierte internationale Frachtfluggesellschaften, die Deutschland täglich anfliegen. „Für die internationalen Airlines hat die Attraktivität Deutschlands als Frachtstandort zuletzt deutlich abgenommen. Davon profitieren insbesondere andere Standorte. Dort sind Kosten meist niedriger, die nationale Unterstützung für den Verkehrsträger Flugzeug größer und viele der im ‚Fünf-Punkte-Programm‘ benannten Prozesse oft deutlich ökonomischer umgesetzt“, so Hoppe weiter. „Deutschland könnte problemlos nachziehen. Die nationalen und europäischen Rahmenbedingungen bieten den entsprechenden Spielraum.“

Die fünf Kernforderungen zur Stärkung der Luftfracht in Deutschland betreffen verschiedene Bereiche. Im Einzelnen lauten sie:

  1. Reduzierung der staatlichen Standortkosten: Dies beinhaltet insbesondere die Abschaffung der nationalen PtL-Quote, eine deutliche Senkung der immensen Kosten etwa für Luftsicherheit, Infrastruktur, Flugsicherung und nachhaltige Kraftstoffe sowie die wettbewerbsneutrale Ausgestaltung des EU-Klimaschutzpaketes „Fit for 55“.
  2. Einheitliche Umsetzung der EU-Standards für Luftsicherheit: In Deutschland müssen diese Standards ähnlich praxisnah wie in anderen EU-Ländern und zur Gewährleistung des gleichhohen Sicherheitsniveau bei geringerem Aufwand angewendet werden.
  3. Bedarfsgerechte Betriebszeiten an den Luftfracht-Drehkreuzen: Die Betriebszeiten an den deutschen Flughäfen müssen langfristig gesichert bleiben und dürfen nicht weiter eingeschränkt werden.
  4. Einheitliche Umsetzung der EU-Zollstandards: Bei den Zollprozessen lässt sich die Warenabfertigung innerhalb der EU-Standards durch Digitalisierung und Automatisierung deutlich vereinfachen und beschleunigen.
  5. Vereinfachte Einfuhrumsatzsteuer-Erhebung: Auch hier gibt es in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern noch erheblich Potenziale. Dazu muss hierzulande das bereits vielerorts mit Erfolg angewendete Verrechnungsmodell eingeführt werden, da es die Importkosten sowie den administrativen Aufwand spürbar senkt.

„Für viele internationale Fluggesellschaften hat die Attraktivität des hiesigen Luftfrachtstandortes zuletzt deutlich abgenommen“, ergänzt Michael Hoppe. „Die Umsetzung dieser Kernforderungen durch die neue Bundesregierung und die Länder ist essenziell für die nachhaltige Stärkung der Luftfracht und Wirtschaft in Deutschland.“

BARIG wird dies am 3. Juni 2025 ab 11:00 Uhr auf der air cargo Europe am Stand der LATAM Cargo (A1.216) beim BARIG Cargo Meet & Mingle Brunch diskutieren.

Weitere aktuelle BARIG-Themen und News zur Luftfahrt gibt es unter www.barig.aero/news.

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